Yoga

  • Politische Bildung, Selbstliebe und Kreativität für Zuhause – 7 Tipps für Online-Angebote

    Disclaimer: Diese Workshops sind hochgradig subjektiv ausgesucht worden, nach meinen aktuellen Interessen und ohne den Anspruch, besonders viele Lebensbereiche abzudecken.

    Dank Corona sitzen wir derzeit in unserer Freizeit meist zuhause, können nicht mehr an Workshops teilnehmen oder ins Yogastudio gehen. Darauf haben viele Anbieter schnell reagiert und bieten ihre Workshops jetzt auch online an. Ein Vorteil dabei: Statt irgendwohin zu reisen kannst du dir jetzt einen Teil des Workshopsfeelings einfach nach Hause holen. Das macht es wieder wett, dass natürlich auch ein menschlich-verbindender Teil wegfällt, der durch physische Nähe entsteht.

    Ich habe euch 7 Online-Angebote rausgesucht, die ich spannend finde. Am Ende des Textes findet ihr noch eine Liste von tollen Yogalehrerinnen, die gerade Live-Klassen anbieten.


    Kostenlos: Politische Bildung mit der Bildungsstätte Anne Frank und der Heinrich-Böll-Stiftung

    Die Corona-Krise hat den Blick weggelenkt von politischen Themen wie dem Attentat in Hanau oder der Lage der Flüchtlinge in Griechenland. Deshalb ist es umso wichtiger, dass wir uns bewusst weiterhin damit beschäftigen. Und nie ging das leichter als jetzt, denn sowohl die Bildungsstätte Anne Frank als auch die Heinrich-Böll-Stiftung bieten kostenfreie Webinare zu politischen, antifaschistischen Themen an. Die Heinrich-Böll-Stiftung hat auch Webinare zu persönlicher Weiterentwicklung wie Resilienz oder gewaltfreie Kommunikation im Angebot.

    Zu den Webinaren der Heinrich-Böll-Stiftung

    Zu den Webinaren der BS Anne Frank


    Online-Frauenkreise zu weiblichen Archetypen mit Anna Losse

    Anna bei einem Offline-Frauenkreis

    Ich bin bekennender Anna-Fan. Seitdem ich letztes Jahr auf ihrem Wild Women Weekend in Basel war, bin ich hingerissen von ihrer lustigen und einfühlsamen Art und davon, wie sie ihre Berufung lebt und liebt. Anna ist für mich der Inbegriff einer modernen Priesterin und ihre Arbeit als Mentorin für Frauen ist einfach genau das, was sie tun soll (so empfinde ich das).

    Bei Annas Online-Frauenkreisen geht es jeden Monat um einen bestimmten weiblichen Archetypen und wie man dessen Qualitäten lebt. Der nächste Frauenkreis am 26.4. dreht sich rund um das Thema „Mutter“ und wie man es schafft, sich selbst Fürsorge und Liebe zu geben.

    Hier findest du alle Infos zu Annas Online-Frauenkreisen


    Online-Improkurs vom Improtheater Karlsruhe

    Ich fand Impro-Theater ja schon immer spannend, aber den Gedanken daran auch herausfordernd. Mit anderen so in Kontakt zu gehen und zu schauspielern erfordert doch einiges an Mut! Für den Online-Improkurs vom Improtheater Karlsruhe musst du diesen Mut zwar auch aufbringen, kannst dich aber auch ein bissele hinter deinem Bildschirm verstecken. Deine Chance, falls du das schon immer mal ausprobieren wolltest!

    Der Kurs hat schon einen offiziellen Termin gehabt, ist aber laufend geöffnet für Menschen, die ein- oder aussteigen wollen.

    Hier findest du alle Infos zum Kurs


    Kreative Kakao & Clay Zeremonie – Create Your own Yoni Workshop mit Inga from the Yoniverse

    Inga war in meiner Bubble eine der ersten, die komplett flexibel auf die veränderten Umstände reagiert hat. Während ich an ihrer Stelle vermutlich erstmal ratlos gewesen wäre, hat sie kurzerhand beschlossen, ihre Workshops zum Thema Ton und Kakao in die Online-Sphäre zu verlegen. Wie das geht? Du bekommst deinen Ton und Kakao einfach nach Hause geschickt, inklusive Anleitung und Playlists für den Workshop!

    In Ingas Workshop am 24.4. verbindet man sich nicht nur mit dem Kakao und sich selbst, sondern auch mit einem der wichtigsten und dennoch am meisten mit Scham besetzten Körperteil: Der Yoni, dem tantrischen Begriff für die weiblich-gelesenen Genitalien (Vulva, Vagina und Uterus). Mit dem Ton stellst du dann deine ganz eigene Yoni-Skulptur her und verbindest so Kreativität und Selbstliebe.

    Zu Ingas Workshops und Events


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    Achtsamkeits-Onlinekurs von Valerie Neel

    Das ist Valerie

    Valerie kenne ich von Instagram und ihr kleiner Onlinekurs zum Thema Achtsamkeit ist perfekt, um ihn innerhalb von drei Tagen zu machen. Sie behandelt dabei die Themenbereiche Rituale (I love it), Ernährung (achtsam essen) und Mindset. Du bekommst ein Workbook und unterschiedliche Videos, die für jedes Thema in die Tiefe gehen.

    Klingt für mich nach Erdung und Selbstfürsorge und beides können wir gerade soo gut gebrauchen!
    Zu Valeries Onlinekurs


    Oils for Selfcare mit Hannah Krutmann

    Hannah macht regelmäßig Workshops zu ätherischen Ölen in Berlin. Und nun auch online, dafür bekommt man eine Auswahl an Ölproben nach Hause geschickt! Passenderweise ist „Self-Care“ das Motto für den nächsten Workshop am 18.4. Wie kann man seine Selbstfürsorgepraxis mit ätherischen Ölen unterstützen?

    Da ich mich mit dem Thema noch gar nicht auskenne und neugierig bin, finde ich das total spannend!
    Hier geht’s zu Hannahs Workshops


    Yoga-Klassen online

    Hier eine Liste von Yogalehrerinnen, die ich toll finde und die gerade Online-Klassen anbieten. Auch diese Liste ist absolut unvollständig.

    Aus dem vorherigen Text bieten sowohl Anna als auch Inga Online-Yoga an, Anna Yin Yoga und Meditation und Inga Body Love Yoga mit Tanzelementen.

    Mein Ausbildungs- und Herzensstudio, das Flow Yoga Mannheim bietet regelmäßig Kurse auf der Facebook-Website an

    Yoga with Katzi – Kat ist eine meiner Lieblingslehrerinnen aus Berlin und endlich kann ich sie auch in mein Wohnzimmer holen. Ihre Klassen findet ihr bei Instagram und Facebook

    Denise M’Baye kenn ich vom Podcast Kleine Schwarze Chaospraxis. Mit der Corona-Zeit hat sie von Zuhause aus ihr „Glückslabor“ geöffnet, in dem sie Yogastunden und Meditation anbietet. Infos auf Denise Instagram und Anmeldung per Mail an imglueckslabor@gmail.com

    Nicole von About that flow kenne ich schon seit drei Jahren, hab es aber bisher noch nie zu einem ihrer Living Yolates Workshops geschafft! Zur Zeit buche ich am liebsten ihre 8-Uhr-Klassen, um energetisch und entspannt in den Tag zu starten. Ihre aktuellen Klassen findet ihr auf ihrer Website.

    Sarah von Herzraum Yoga hat einen besonderen Platz in meinem Herzen, seitdem sie mir bei meinem ersten Workshop mit Migräne den Rücken gestärkt hat <3 und ich liebe ihre liebevolle und gelassene Art zu unterrichten. Zu ihren Online-Klassen kommst du hier.

    Akosua unterrichtet Kemetic Yoga (auch afrikanisches Yoga genannt) und setzt damit einen Gegenpol zur überwiegend weißen Yogaszene, in der Rassismus und kulturelle Aneignung viel zu oft vorkommen. Akosua bietet mehrere Klassen die Woche an und ich bin schon für die nächste angemeldet. Checkt hier bei Instagram ihren Plan für April aus.

    Susann von Voll Yoga will Yoga besonders auch Menschen zugänglich machen, die denken, sie hätten nicht die richtige Figur dafür . „Yoga ohne Angst vor Ablehnung“? Finde ich mega. Ihre aktuellen Online-Klassen teilt sie auf Instagram.

    Laura von My heart beats yoga macht neben Yoga auch Crossfit und entsprechend energetisch stelle ich mir ihre Stunden vor! Was ich bei ihr raushöre, ist ihr Anspruch an sich selbst, den Schüler*innen das beste Erlebnis in ihren Stunden zu bieten und mit diesem Fokus kann das ja nur toll sein. Ihren aktuellen Plan findet ihr bei Instagram.

    Ok, zwar nicht live, aber besonders unterstützenswert ist auch das Online Yoga Kit von Fuck Lucky Go Happy, den Yoga-Blog, für den ich monatlich die Tarotscopes schreibe.

    Das waren meine Tipps für die nächste Zeit, ich hoffe, du kannst daraus etwas für dich mitnehmen und wünsche dir weiterhin gutes Durchhalten!

    Alles Liebe
    Noemi ♥

  • „Umarme, was du bist“ Mein Workshop für mehr Körperakzeptanz

    Zur Anmeldung für den Workshop in Köln, Berlin oder Hamburg geht es hier.

    „Umarme, was du bist“ heißt die Workshopreihe für mehr Körperakzeptanz, die ich seit diesem Jahr in verschiedenen Städten Deutschlands abhalte und in der mein ganzes Herzblut steckt.

    Dieser Workshop ist für dich, wenn du dich einen Tag lang deiner Körperakzeptanz widmen möchtest, in einem geschützten, liebevollen Raum gleichgesinnter Frauen (kleine Gruppe von maximal 12). Inspiriert vom Konzept Women’s Circle verbringen wir den gesamten Tag damit, uns selbst besser annehmen zu lernen und uns auszutauschen. Das ist dein Tag, an dem du dir endlich mal Zeit und Raum dafür nehmen kannst, dich selbst besser anzunehmen, angeleitet von mir als ausgebildeter Women’s Life Coach und Yogalehrerin. (Falls du wissen möchtest, was ein Women’s Circle ist: Hier habe ich mal etwas dazu geschrieben.)

    Mein Workshoptitel wurde inspiriert von dem Buch von Brené Brown, „Die Gaben der Unvollkommenheit“. Darunter steht: „Lass los, was du meinst sein zu müssen und umarme, was du bist“ und das beschreibt ziemlich perfekt das Gefühl, das ich im Workshop vermitteln möchte. Denn wir alle wachsen auf und uns wird von allen Seiten eingeredet, wie unser Körper aussieht oder aussehen soll. So, so viele Frauen haben Situationen in ihrem Kopf, die teilweise Jahre zurückliegen, an denen jemand eine Anmerkung über ihren Körper gemacht hat. Gerne über einzelne Körperteile wie Beine, Po oder Brüste. Solche Sprüche prägen sich ein und die betroffenen Frauen haben lange damit zu kämpfen, bis sie irgendwann verstehen, dass EINE Meinung EINER Person zu EINEM bestimmten Zeitpunkt nicht die Wahrheit darstellt, sondern eben: EIN Aspekt ist. Der Workshop ist aber auch für dich, wenn das Verhältnis zu deinem Körper aus anderen Gründen gerade schwierig ist.

    Dieser Workshop richtet sich an alle Frauen und weiblich gelesene Personen, die Lust haben, diese alten Überzeugungen endlich hinter sich zu lassen und einen Tag zu erleben, an dem sie Frieden mit ihrem Körper schließen. Ihn umarmen und sagen, „Hey, du bist völlig okay so, wie du bist, egal ob du irgendwas an dir änderst“. Das schrieb eine Teilnehmerin nach dem Workshop in Mannheim:

    Die Frauenrunde im Workshop war so unendlich bereichernd. Jede Einzelne hat so viel zu diesem wunderschönen Tag beigetragen und es tut so gut zu wissen, dass man nicht alleine ist und sich Hilfe holen kann. Durch die Erfahrung der Anderen kann man so viel mitnehmen. Danke Noemi, dass du diesen Raum geöffnet hast!
    Ich fühle mich jetzt beseelt, ganz im Bliss und tatsächlich wohler in meinem Körper – besonders nach der Tanz-Session. Ich nehme aus dem Tag ganz viele Eindrücke, Impulse und Liebe mit und das Wissen, dass ich nicht allein bin. Liebe Noemi, bitte behalte deine liebevolle, mitfühlende Art! Es war ganz wundervoll!

    Sarah Thum von Herzraum Yoga

    Die Elemente des Workshops

    Alle Elemente wie Coaching-Übungen, Meditationen und Austausch habe ich sorgfältig danach ausgewählt, dass sie ermutigend und bestärkend sind. Ich selbst habe durch die liebevolle, annehmende Atmosphäre von Yogaklassen so viel Selbstakzeptanz aufgebaut, dass ich Yogalehrerin werden wollte, um dieses Gefühl weiterzugeben. Nun werden wir keine Vinyasa-Klasse machen (was der Fokus meiner Ausbildung war), aber sanftes Yin Yoga und ein bisschen intuitives Stretching und Tanz. Alles ist bewusst niederschwellig und für Anfängerinnen geeignet, sodass niemand Angst haben muss, etwas falsch zu machen. Hier ein Überblick über alle Elemente des Workshops – dabei sind nur der Opening Circle und der Schlußteil fest eingeplant, alles dazwischen darf auch mal mit den Bedürfnissen der Teilnehmer*innen fließen.

    Opening Circle und Vorstellungsrunde

    Zu Beginn eines solchen Workshops ist man als Teilnehmerin meist ein bisschen aufgeregt und neugierig. Im Opening Circle kommen wir an, nehmen zum ersten Mal Kontakt zueinander auf und ich erzähle von den Regeln des Tages, die dir Sicherheit geben sollen: Du darfst jederzeit den Raum verlassen, du darfst jederzeit teilen, wie es dir geht, du darfst jederzeit zeigen, dass du Unterstützung brauchst. Jedes Gefühl darf in diesem Safe Space sein. Anschließend machen wir eine erste Übung, die dir ganz viel Liebe geben wird (mehr wird nicht verraten).

    Reflexion und Austausch

    An diesem Tag kannst du dir die Zeit nehmen, mal hinzuschauen und zu reflektieren, etwas, was im Alltag meist untergeht. Wir schauen zusammen hin, wo du stehst, wie du dahin kamst und wo du gerne hin möchtest, was deinen Körper betrifft. Durch das bewusste Aufschreiben der Antworten setzt du neue Gedanken frei, lässt dich vielleicht von dir selbst überraschen. Schreiben führt dazu, noch einmal ganz neuen Zugang zu Themen zu finden. Anschließend tauschen wir uns im Kreis oder in kleineren Gruppen aus, was wir aufgeschrieben haben und erfahren dadurch, dass wir nicht alleine sind mit unseren Themen. Wir schmeißen als Gruppe all unser Wissen zusammen und teilen unsere Erfahrungen miteinander, um uns so zu ermutigen, bestärken und uns ganz konkrete Tipps zu geben, wie gelebte Körperakzeptanz aussehen kann.

    Bestärkende Coaching-Übungen

    Ich führe dich durch Coaching-Übungen, bei denen du körperlich erfahren kannst, wie sich deine neue Selbstakzeptanz konkret anfühlen kann. Du bekommst Tools an die Hand, die du jeden Tag nutzen kannst, um deine Selbstakzeptanz zu stärken.

    Geführte Meditationen

    Ich führe dich durch Meditationen, in denen du dich liebevoll mit deinem Körper verbindest. Durch meine Stimme und die bequeme Haltung im Sitzen oder liegen kommst du leicht in einen meditativen Zustand und kannst dich ganz hineinsinken und anleiten lassen.

    Gemeinsames Mittagessen

    Es ist eine bewusste Entscheidung von mir, kein Catering zu bestellen, sondern es so zu gestalten, dass jede Teilnehmerin etwas zu essen mitbringt. Das macht nämlich richtig viel Spaß von allem zu probieren und sich auszutauschen! Das Essen sollte dabei möglichst vegan oder zumindest vegetarisch sein, sodass alle mitessen können. Wer irgendwelche Unverträglichkeiten hat, kann sich gerne vorher bei mir melden, dann berücksichtige ich das bei der Koordination. In der Pause ist dann genug Zeit zum gemeinsamen Essen oder sich auch mal bewusst zurückzuziehen.

    Yin Yoga, intuitive Bewegung und Tanz

    Das Herzstück des Workshops ist der Tagesabschluss, der pure Wellness ist. Hier nehmen wir uns noch mal ganz viel Zeit, loszulassen, Energie durch den Körper zu bewegen und uns selbst mit Liebe und Dankbarkeit zu verbinden. Wir starten mit ruhigem Yin Yoga, gehen über in intuitive, freie Bewegung und Tanz und beenden schließlich mit einem langen Shavasana mit einer geführten Meditation.

    Yoga war für mich eines der wichtigsten Puzzleteile auf dem Weg zu mehr Körperakzeptanz und Selbstliebe und um das weiterzugeben habe ich selbst eine Ausbildung zur Yogalehrerin abgeschlossen. Yin Yoga ist ein ruhiger Yogastil, der, so wie ich ihn nutze, keine Vorerfahrung braucht und damit niederschwellig für alle Teilnehmerinnen machbar ist. Dabei werden die einzelnen Asanas (Positionen) über einen längeren Zeitraum von einigen Minuten gehalten. Der Atem fließt frei und du kommst innerlich total zur Ruhe, Anspannung wird gelöst und tiefe Entspannung entsteht. Durch Yin Yoga kann man am eigenen Körper erfahren, was es heißt, die eigenen Grenzen zu akzeptieren und zugleich völlig loszulassen.

    Nach dem Yin Yoga wird unsere Praxis dynamischer. Wir kommen in intuitive Bewegung, bewegen unsere gesamte Wirbelsäule, um die Energie des Tages freizulassen und abzuschütteln und gehen in Tanz über. Inspiriert vom Extatic Dance bewegen wir uns frei, genauso wie wir wollen, ohne Verurteilung oder darüber nachzudenken, wie wir aussehen. Das kann sich am Anfang noch etwas seltsam anfühlen, aber du wirst sehen, wie befreit du dich anschließend fühlst. Meine Playlist führt dich dabei von meditativen, ruhigen Bewegungen hin zu einem ausgelassenen, unbeschwertem Körpergefühl.

    Entspannt, gelöst und frei bist du danach in der richtigen Stimmung, um es dir noch mal gemütlich zu machen und dich von mir in einer geführten Meditation durch deinen Körper leiten zu lassen und ihm ganz viel Dankbarkeit und Anerkennung zu schenken. Das ist der perfekte Abschluss für diesen spannenden, intimen, manchmal herausfordernden, aber auch so wohltuenden Tag.

    FAQ

    Wird Hermine auch dabei sein?

    Für alle, die sie nicht kennen: Hermine ist meine kleine, rumänische Straßenhündin und nein, sie wird (im Normalfall) leider nicht dabei sein. Ich möchte mich an diesem Tag ganz meinen Teilnehmer*innen widmen und das geht nicht, wenn ich noch meinen Hund im Blick haben und mit ihr zwischendurch raus muss.

    Wie viel Yoga muss ich „können“?

    Es ist keinerlei Yoga-Erfahrung notwendig, Matten und Hilfsmittel sind in der Regel im Yogastudio vorhanden (falls nicht, sage ich bescheid bzw. kümmere mich darum). Du brauchst nur bequeme Kleidung.

    Ist der Workshop auch etwas für mich, wenn ich schüchtern bin oder noch Angst davor habe, mich mitzuteilen?

    Ja, absolut. Ich suche mir die Räume bewusst danach aus, dass man sich dort pudelwohl fühlen kann und wir ganz ungestört sind. Jede darf in der Runde nur das teilen, was sie möchte und ich beteilige mich auch, sodass du siehst, dass wir alle auf einer Stufe sind. Wenn du zwischendurch mal raus möchtest und Zeit für dich oder eine Umarmung brauchst, ist das absolut kein Problem.

    Muss ich im Bikini kommen?

    Neeeeein, du musst nicht im Bikini kommen! Wir werden uns nicht damit beschäftigen, wie wir aussehen, sondern nur damit, welches Gefühl wir zu unserem Körper haben. Ich habe das Bild von mir im Bikini nur in meinem Marketing, weil es für mich zeigt, dass ich mit meinem Körper Frieden geschlossen habe, so wie er ist.

    Wenn du gerade in Therapie bist…

    Falls du dich gerade wegen deines Körperempfindens oder einer Essstörung in Therapie befindest, kläre bitte mit deinem Therapeuten, ob der Workshop für dich geeignet ist. Dafür kann ich dir sehr gerne den detaillierten Ablaufplan und Inhalt zukommen lassen.

    Falls du jetzt neugierig geworden bist und noch mehr Fragen hast, melde dich gerne bei mir unter post@noemichristoph.com oder schreib mir über Instagram oder Facebook. Und falls du dabei sein möchtest, findest du die Anmeldemodalitäten hier: Events

    Ich würde mich sehr freuen, diesen Tag gemeinsam mit dir zu verbringen!

    Alles Liebe,
    Noemi

  • No yogi left behind – Mein Fazit des Yoga Teacher Training im Flow Mannheim

    Genau heute vor vier Wochen wachte ich morgens auf und wusste: „Ja, du bist jetzt ausgebildete Yogalehrerin!“ und mich durchströmte ein unglaubliches Gefühl von Glück und Stolz. Tatsächlich war Stolz vorherrschend, weil ich mein Leben lang dachte, das alles mit Bewegung „nun mal einfach nichts für mich ist“. Das war die Rückmeldung, die ich jahrelang von Lehrern und Mitschülern bekommen hatte und obwohl meine Schulzeit lange vorbei ist, bin ich immer noch dran, dieses Gefühl von damals wieder zu kitten. Auf diesem Weg war mein erster (und bisher einziger ;)) Halbmarathon enorm wichtig und meine Yoga-Ausbildung auch.

    flow_yogalehrerin
    Mein glückliches Gesicht nach der Zeremonie 🙂

    Obwohl meine primäre Motivation immer war, dass ich unterrichten und das Wohlgefühl von Yoga weitergeben möchte, habe ich die Ausbildung also doch auch ein stückweit für mich selbst getan. Und genau aus diesem Stolz heraus weinte und tanzte ich ausgelassen, nachdem ich diese Urkunde endlich in den Händen hielt. Sorry to curse, but: I FUCKING DID IT! 🙂

    Meine Ausbildung ging über acht Monate, jeweils an einem Wochenende im Monat von Freitagmorgen bis Sonntagabend. Etwas Abschließendes zum Yoga Teacher Training zu sagen, ist schwer, denn es war eine Erfahrung, die man nicht mit Worten beschreiben kann. Tatsächlich war es so: Gestartet sind wir als Gruppe von 20 Fremden und auseinander gegangen sind wir als Familie mit zwei Müttern (Ann und Isa), einem Vater (Wade) und sogar einem Geschwisterchen, das während unserer Ausbildungszeit geboren wurde (Isas Sohn Joris!) Dazwischen lagen acht Monate, in denen wir gemeinsam über uns selbst hinauswuchsen, lachten, bis die Tränen kamen, weinten, weil Verdrängtes hochkam, Altes hinter uns ließen und Neues eroberten. An jedem Wochenende wurde mindestens einmal geweint, es wurden Jobs gekündigt (auch meiner), Beziehungen gelöst und Wohnungen aufgegeben. Eine Mitschülerin traf die Entscheidung, wieder zu ihrer Familie zu ziehen – einmal quer durch Deutschland in den hohen Norden.

    Wenn mich Leute fragen, was ich am eindrücklichsten an der Ausbildung fand, sage ich deshalb: Wie viel sich bei mir und meinen MitschülerInnen verändert hat. Ja, diese Antwort beängstigt die Zuhörer manchmal. Aber es ist auch so: Es wurden die Dinge geändert, die auch auf lange Sicht keinen Bestand hatten. Nicht jeder löste seine Beziehung (ich nicht und ich habe auch es nicht vor ;)), nicht jeder kündigte seinen Job, um fortan nur noch als YogalehrerIn zu arbeiten. Aber in der Ausbildung kommt so viel hoch, was sonst verdrängt wird und nun angeschaut werden möchte (ich schreibe hier Präsens, denn ich denke, das ist in anderen YTT ebenso). Ignorieren wird UNMÖGLICH.

    Ich hab viel darüber nachgedacht, wieso das so ist und erkläre mir das tatsächlich mit einem Wort aus Patanjalis Yoga Sutra: Satya – Wahrhaftigkeit. Es ist diese Wahrhaftigkeit, die du spürst, wenn 19 andere Seelen dasselbe lieben wie du, wenn du gemeinsam singst, schwitzt und an diesem magischen Ort, dem Flow, deine Zeit verbringst. Du spürst, da ist noch etwas anderes möglich, etwas, das mehr im Einklang mit dir und deinen Wünschen, deinem Herz ist. Diese Wahrhaftigkeit ist magisch und man kann nicht anders, als sie danach auch im eigenen Leben zu suchen. Wenn man Satya erfahren hat, können ungesunde Strukturen, einengende Partner und alles andere, was nicht mit uns übereinstimmt, nicht mehr aufrecht erhalten werden. Der Schmerz wird so groß, dass die notwendigen Schritte eingeleitet werden. Wie in diesem Zitat von Anaïs Nin:

    “And the day came when the risk to remain tight in a bud was more painful than the risk it took to blossom.”

    Das andere, sehr Besondere ist für mich immer noch, wie liebevoll, offen und inklusiv im Flow gelehrt wurde. Unsere LehrerInnen vermittelten uns das Gefühl, dass Yoga tatsächlich so viel mehr ist als perfekte Asanas und Ausrichtung (und wie ihr wisst, ist mir diese Botschaft immens wichtig). Unser Ausbilder Wade prägte den Satz „No yogi left behind“, der unsere Philosophie und auch das Zitat auf unserem Abschlusshirt wurde. 

    Mein persönliches Fazit zum Yoga Teacher Training ist deshalb: Ich kann es uneingeschränkt empfehlen. Wer mehr zu den Inhalten der Ausbildung erfahren und sich anmelden möchte, kann das hier tun: https://www.yogaflow-mannheim.de/get-the-flow-teacher-training-2/ Ich bin mir sicher, auch für die nächsten SchülerInnen wird es eine großartige Erfahrung werden. 🙂

    Beitragsfoto: Lautlos Fotografie

  • Über das toxische Bild des „Yoga Body“

    Über den anerkennenden Satz „Wow, du hast ja schon einen tollen Yoga Body bekommen!“ stolperte ich das erste Mal vor etwa einem Jahr unter einem (tatsächlich sehr ästhetischen) Instagramfoto. Instinktiv verdrehte ich dabei die Augen, denn schließlich gehört es zum Basiswissen über Yoga, dass es eben NICHT um Äußerlichkeiten und vermeintlichen Fortschritt geht, sondern vor allem um eine innere Haltung. Das ist doch allen klar, dachte ich – Oder? Anscheinend nicht, denn inzwischen begegnet einem der Begriff Yoga Body immer häufiger und er ist zum Synonym geworden für einen Körper, der durch das praktizieren von Yoga straff, schlank und athletisch (geworden) ist.  Inflationär wird er dazu benutzt, Apps zu bewerben, mit denen man Yoga machen und sich „tonen“ kann und es gibt sogar ein Buch, das so heißt. Der Untertitel bewirbt das Konzept „Asanas & Ernährung perfekt kombiniert: Straff, schlank, schön“.

    Klingt wie ein neues Diätprogramm? Ja tatsächlich. Und ist so weit weg davon, warum ich Yoga lieben gelernt habe und was mich persönlich antreibt, Yogalehrerin zu werden und das „Yoga-Feeling“ an meine SchülerInnen weiterzugeben. Nämlich, dass Perfektion eben KEINE Rolle spielt und dass Yoga NICHTS damit zu tun hat, wie schön und straff man ist.

    tänzerin
    Eine unperfekte Tänzerin von einem Normalo-Körper 🙂

    Damit ist Yoga heilsam für die vielen Menschen unter uns, die ein schlechtes Verhältnis zu Bewegung haben, weil sie verinnerlicht haben, dass sie Sport machen sollen um abzunehmen, oder die schlechte Erfahrungen mit Schulsport gesammelt haben, oder oder oder. Aus vielen Gesprächen weiß ich: Nicht nur ich war davon betroffen, sondern davon gibt es verdammt viele. Und tatsächlich ist es erwiesen, dass Yoga die Körperakzeptanz verbessern und zu mehr Selbstliebe führen kann, wie ich hier aufgeführt habe. Stattdessen vermittelt uns der Yoga Body ein anderes Bild: Schlank, weiß, jung und äußerst beweglich sollst du sein, um Yoga zu machen! Durch die Bilder, die unter dem Begriff verbreitet werden, werden zum Beispiel alte, unfitte, dicke und auch People of Color ausgeschlossen.

    Tatsächlich reagieren die Leute häufig mit leichtem Unbehagen darauf, dass ich Yogalehrerin werde. „Oh Yoga, das wäre nichts für mich, dafür bin ich zu unbeweglich!“, sagen sie und schauen betreten weg, als ob ich sie automatisch in einer „schlechten“ Vorbeuge sehen könnte. Das macht mich jedes Mal sehr traurig, denn es ist genau umgekehrt: Man muss überhaupt nicht beweglich sein, um mit Yoga anzufangen, aber Yoga verbessert die Beweglichkeit und sollte deshalb gerade von denen gemacht werden, die nicht so biegsam sind! Stattdessen halten die akrobatischen Fotos und Videos die Normalos, die Steifen, die Alten und die Schüchternen vom Yoga ab.

    Ausfallschritt
    Ein unperfekter Ausfallschritt von einem Normalo-Körper 🙂

    In der Bildwelt rund um Yogakleidung kann man ebenfalls den Eindruck bekommen, die Yogawerbung hängt der globalen Entwicklung extrem hinterher. Vielfalt und Diversität? Fehlanzeige. Die Models für Yoga-Kleidung sind ebenfalls weiß, schlank und extrem athletisch und biegsam. Schauen wir uns zum Beispiel mal die aktuelle Werbung des Hamburger Labels „Hey Honey“ an. Ein Label, dessen Hosen ich übrigens sehr schätze, versteht mich da nicht falsch. Aber das Video für ihre aktuelle Kollektion spricht Bände. Yogalehrerin Wanda Badwal ist ohne Frage eine extrem schöne Frau und ich möchte überhaupt nichts gegen sie persönlich sagen, aber sie war eben auch Model und entspricht damit einem Körpertyp, den fast keine Frau so erfüllen kann. Man könnte nun überlegen, ob das in Deutschland speziell so ist, aus welchen Gründen auch immer? Aber nein, auch z. B. in den USA wird hauptsächlich diese Bildwelt von den Yogamarken genutzt.

    Brandaktuell wurde dieses Thema durch den Streit von Body Positivity Yogalehrerin Dana Falsetti, die sich dagegen wehrte, dass ihre Inhalte von Alo Yoga vereinnahmt werden sollten, deren Content sie als zu exkludierend empfand (zum genauen Hintergrund der Story). Auch ich fühle mich von dieser Bildwelt ausgeschlossen und eingeschüchtert und da bin ich nicht die Einzige: In einer kleinen Umfrage in meinem Instagram-Account kam heraus, dass 96 % aller Befragten sich ebenfalls von solcher Werbung unter Druck gesetzt fühlen. Und wenn es mir schon so geht, die ebenfalls weiß und relativ jung und (zwar am oberen Rand aber) normalgewichtig ist, wie geht es dann erst anderen Yogis, die dieses Bild noch wenger erfüllen? Wir werden durch diese Bilder nicht ermutigt, sondern eher davon abgehalten Yoga zu machen und ja, auch davon abgehalten die Kleidung zu kaufen.

    Erfrischenderweiße gibt es auch eine Gegenbewegung:  So erzählt etwa Yoga Bodies. Real People, Real Stories & the Power of Transformation“ eine andere Geschichte und zeigt die vielen Facetten, die Yoga Bodies haben. Nämlich alle: Alt, jung, dick, dünn, schwarz, weiß, gesund, krank und alles dazwischen. Alles Menschen, die Yoga lieben, uns so inspierieren, auch Yoga zu machen und von denen wir zukünftig hoffentlich mehr sehen. Spätestens, wenn den Yogakleidung-Marken auch klar wird, dass sie einen großen Teil an Menschen mit ihrer altmodischen Bildwelt nicht erreichen können.
    Und es gibt großartige, alternative Yoga-Lehrerinnen, die das Wort in die Welt hinaustragen. Dazu zählen zum Beispiel:
    • Jessamyn Stanley, die das Buch „Every Body Yoga“ geschrieben hat und ermutigt: „Let go of fear, get on the mat and love your body“: Instagram Account 
    • Dianne Bondy, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, dass ALLE Körper Yoga machen können und die dafür auch ungewöhnliche Hilfsmittel nutzt, wie zum Beispiel Stühle: Instagram-Account
    • Die oben erwähnte Dana Falsetti, die eine große inspiration (nicht nur) für dicke Yogis ist: Instagram-Account 
    • Dörte Kuhn, quasi das deutsche Äquivalent zu Dana Falsetti und mit ihrer Kurvenreich Werkstatt schon lange auf Mission, die Selbstakzeptanz ihrer Schüler zu verbessern: Instagram-Account
    Ihr seht, auch bei meinen Vorschlägen ist noch Luft nach oben. Deshalb freue ich mich über Vorschläge für alternative YogalehrerInnen! Und jetzt schicke ich einen unperfekten Sonnengruß von meiner Matte zu eurer. 🙂

    PS: Ich habe mich auch gefragt, inwiefern meine eigenen Fotos diese Narrative weiterzählen und ob ich sie deshalb nicht posten sollte. Schließlich bin ich wie geschrieben ebenfalls (relativ) jung, weiß und eben „normal“. Ich habe sie dennoch gepostet, da ich mich selbst als sehr weit weg von einem perfekten Yogamodel empfinde. Wenn das jemand anders sieht und sich dadurch wiederum unter Druck gesetzt fühlen sollte, tut mir das sehr leid und ich freue mich über Feedback dazu. Bis dahin: Namasté!
  • Love your flow! Wie ich mich für mein Yoga Teacher Training entschieden habe

    Seit Oktober 2017 bin ich jetzt dabei, mein Yoga Teacher Training zu absolvieren. Regelmäßig an einem Wochenende im Monat teile ich mir mit 19 anderen Yogis den „Herzraum“ im Yogastudio Flow in Mannheim (Link), um dort von Ann, Isa und Wade zu lernen, eine gute Vinyasa Flow-Lehrerin zu werden. Nach vier Trainingswochenden ist die Hälfte unserer Ausbildung nun vorbei – Zeit, einmal darüber zu schreiben!
    Für die Auswahl meines Studios habe ich mir einige Wochen Zeit gelassen und mir überlegt, welche Kriterien für mich ganz persönlich wichtig sind. Ich hatte vorher keine Lehrerin oder Lehrer, bei der ich unbedingt meine Ausbildung machen wollte, war deshalb ziemlich offen beim Umschauen. Wer eine Ausbildung zur Yogalehrerin machen möchte, kann zig verschiedene Kriterien anlegen. Hier beschreibe ich, was mir wichtig war. 🙂

    Flow Yogastudio
    Das Flow in Mannheim – Ein wunderschöner Ort

    Zuerst wäre da, dass mir die LehrerInnen und das Studio sympathisch sein müssen und ich mich dort wohl fühlen möchte. Wie ihr bereits wisst, habe ich eine lange Geschichte hinter mir, in der ich mich sehr unwohl in meinem Körper gefühlt habe (meine Diätgeschichte (Link)) und deshalb ist es mir enorm wichtig, dass ich mich mit meinem Körper und meinen Bewegungen angenommen fühle. In meiner Schulzeit hatte ich immer schlechte Noten in Sport, mir wurde eingetrichtert, dass ich unsportlich bin und erst nach meinem Abi habe ich angefangen, Sport für mich aus reinem Selbstzweck zu machen. (Ich weiß, dass es vielen anderen Menschen genauso geht. Die Bewertung in der Schule kann unser Verhältnis zu Sport total versauen.) Ich brauche deshalb das Gefühl, in einem Safe Space zu sein, in dem mein Körper nicht be- oder verurteilt wird. „Mein“ Studio, das Flow, habe ich nicht in meiner Stadt Karlsruhe gefunden, aber im nahe gelegenen Mannheim. Es wird seit sieben Jahren von Ann und Isa, zwei sehr netten Yogalehrerinnen, geleitet, die gemeinsam mit Wade, einem weiteren Yogalehrer, dieses Mal ihr erstes Teacher Training durchführen. Ich bin damit auch Teil einer besonderen Erfahrung für die Beiden und freue mich umso mehr, dabei zu sein. <3

    Lustigerweise hatte ich vor dem Start des Trainings bei keiner der Drei eine Stunde besucht, sondern war im Flow nur wegen anderer Workshops und einmal zur Infoveranstaltung. Ich war mir dennoch sicher, dass dieser Ort und diese Menschen genau richtig für mich sind – auch wenn ich natürlich eine klitzekleine Stimme im Ohr hatte, die fragte, ob das nicht etwas gewagt sei?! 😀 Aber bei meiner ersten Stunde, die Ann und Isa im Training gemeinsam hielten, war es genau so: Ich fühlte mich total angekommen und überzeugt, das Richtige getan zu haben. Danke Intuition! <3

    Zweitens: Die Dauer des Teacher Trainings. Ich wollte kein Intensivtraining, sondern einen Kurs, der mich über längere Zeit begleitet. Aber auch nicht ZU lang, also keine 500 Stunden über zwei Jahre, da ich auch in absehbarer Zeit unterrichten möchte. Mein Kurs geht nun über ein acht Monate an je einem Wochenende im Monat von Freitag bis Sonntag. Andere wünschen sich eher einen kompakten Intensivkurs, für mich ist meine Wahl perfekt. 🙂 Damit kommen wir auch schon zum dritten Aspekt: Der Ort. Eine begleitende Ausbildung ist nur möglich, wenn sie in der Nähe meiner Wohnung stattfindet. Für eine Intensivausbildung kann man natürlich überall auf die Welt reisen. Allerdings heißt die Ausbildung an einem wunderschönen Ort nicht, dass man tatsächlich etwas davon hat. Mir wurde erzählt, dass man nach dem stundenlangen täglichen Lernen und üben abends ziemlich fertig ist und die wenigen freien Tage eher zum Ausruhen nutzt.

    Last, but of course not least: Der Yogastil! Ich nehme überwiegend an Vinyasa-Flow-Kursen teil und will auch lernen, diesen Stil zu unterrichten. Ich habe den Eindruck, dass das auch der angesagteste Stil derzeit ist. Andere Stile, die ich mir angeguckt habe, sind Embodied Flow und Anusara. Finde ich auch toll, aber mein Herz schlägt nicht genug dafür, um diese Richtung einzuschlagen. Deshalb Flow! Daran mag ich besonders das Spielerische, das kreative und die Verbindung zum Atem. Mein natürlicher Atem ist ziemlich flach und schnell, deshalb tut es mir gut, wenn ich mich mit meinem Atem verbinde, ihn vertiefe und verlängere. Nach einer Flow-Stunde fühle ich mich geerdet, gestärkt und glücklich. Ich hoffe, das ich dieses Gefühl auch an meine SchülerInnen weitergeben werde. 🙂

    So viel zu meinen Kriterien für die Auswahl meines Yoga Teacher Trainings. Falls du auch eine Ausbildung zur YogalehrerIn machst, was waren deine Kriterien? Schreib mir gerne eine Nachricht! 🙂

  • Bloß keine Diät! Was du tun kannst, wenn du dich nach Weihnachten dick fühlst

    Disclaimer: Es geht in diesem Text nicht darum, wie dick jemand tatsächlich ist, also nicht um eine Zustandsbeschreibung. JedeR kann sich dick fühlen, unabhängig davon, wie man tatsächlich aussieht. Sich dick fühlen setze ich gleich mit: Sich minderwertig oder machtlos fühlen oder Druck auf sich zu spüren, abzunehmen bzw. sportlicher auszusehen usw.

    Nach Weihnachten spüre ich, dass ich etwas zugenommen habe. Ich besitze keine Waage, aber ich bilde mir ein, dass meine Oberschenkel mehr aneinander reiben als zuvor. Ich spüre Panik in mir aufsteigen. Das alte Gefühl, abnehmen zu wollen, jetzt auf gleich mein Leben zu ändern, weniger zu essen und mehr Sport zu machen. Und dann ist da noch Silvester: Klar, eigentlich ein Tag wie jeder andere, aber für mich jahrelang der Fixpunkt, an dem ich mich dafür fertig gemacht habe, dass ich an Weihnachten zügellos war und nun an der großen Party, dem gesellschaftlichen Ereignis, vor mir selbst als Versagerin dastehe. Mein altes Ich raunzte mir zu: Statt hinreißend und strahlend werde ich deprimiert und fett sein!

    Aber diese Zeiten sind Gott sei Dank vorbei. Ich weiß, dass eine Zunahme nichts an meinem Wert oder meiner Ausstrahlung ändert. Ich bin ich bin ich, egal wie mein Körper aussieht. Hier sind meine Tipps, wie ich das Gefühl „Hilfe, ich bin dick und Silvester steht vor der Tür“ in den Griff bekomme – und zwar ohne Diät!

    Atmen

    Ein altbekannter Trick, aber so hilfreich: Wenn dich eine Welle der Panik überkommt, konzentriere dich auf deinen Atem. Lass dich beruhigen vom Geräusch des Einatmens und Ausatmens, als ob die Wellen eines Ozeans kommen und gehen. Diese Übung hilft dir, dich wieder zu erden. Noch dazu kannst du sie völlig ohne Hilfsmittel durchführen, überall und ohne Aufmerksamkeit auf dich zu ziehen. Dein Atem gehört nur dir und hat immer die Macht, dich aus schlechten Gedanken in deine innere Ruhe zurückzuholen. Probier es aus!

    Geh auf keinen Fall auf die Waage

    Als ich noch mitten im Diätwahnsinn drin war, bin ich teilweise mehrmals täglich auf die Waage gestiegen. Meine Laune hing von der Zahl ab, die ich dort sah, auch wenn ich theoretisch wusste, dass das Gewicht von vielen verschiedenen Faktoren abhängt und täglich schwanken kann. Wenn ich morgens nicht ab- oder sogar zugenommen hatte, war der ganze Tag im Eimer. Aber auch wenn ich abgenommen hatte, dieses Hochgefühl hielt nicht an, sondern ich wollte mehr abnehmen oder meine eigentlichen Probleme mit dem Selbstwertgefühl traten wieder in den Vordergrund. Deshalb: Weg mit der Waage! Dich deiner Zunahme zu vergewissern bringt dir gar nichts, außer noch mehr schlechtem Gewissen und innerlichem Stress.

    Und nimm auch nicht deine Maße

    Nachdem ich keine Waage mehr hatte, gab es da immer noch das Maßband.. Weg damit! 😉

    Beweg dich

    Wir Menschen brauchen Bewegung. Schau uns an, wir haben lange Beine, die dafür geschaffen sind, zu laufen. Wir haben Arme zum tragen und eine Wirbelsäule, die sich in alle Richtungen drehen kann. Wir als Spezies müssen uns bewegen, sonst leben wir nicht artgerecht! 😉 Zudem ist bekannt, dass Bewegung gegen psychische Krankheiten wie Depression hilft, von allen anderen Vorteilen mal abgesehen. Deshalb beweg dich. Mach was, was dir Spaß macht, tanze durch die Wohnung oder geh Gewichte stemmen, whatever your thing is. Aber tu was, gib deinem Körper ein bisschen Bewegungsliebe. Falls Yoga dein Ding ist: Umso besser, denn Yoga führt nachweislich zu mehr Selbstliebe, wie ich in diesem Blogpost (Link) beschrieben habe.

    Aber setz dir dabei kein Ziel!

    Das letzte, was du jetzt brauchst ist noch mehr Stress in deinem Kopf. Deshalb lass deinen Tracker zuhause, vergleiche dich nicht und beweg dich einfach nur zum Selbstzweck. Wir alle waren mal Kinder, die aus purer Freude herumrannten und daran Spaß hatten, ihren Körper zu spüren, erinnerst du dich? Vielleicht kannst du dir wieder etwas mehr kindliche Freude in dein Leben lassen?

    Iss ausreichend

    Mach jetzt keine Diät und versuch nicht, zu hungern. Es ist bekannt, dass Diäten bei fast allen Menschen langfristig dazu führen, dass sie zunehmen. Dein Körper mag es nicht, zu hungern! Er wird mit aller Macht und hormonellem Aufgebot versuchen, an Nahrung zu kommen und am Ende fühlst du dich schlecht deswegen, obwohl du nichts dafür kannst. Gib dir ein bisschen Liebe und genug Essen. Du hast es verdient, auch wenn du an Weihnachten „zuviel“ gegessen hast und auch wenn du zugenommen hast. Das ist nicht so schlimm, wie es sich jetzt gerade für dich anfühlt. Auch das wird vorübergehen. 🙂 Denk dran: Einatmen, ausatmen!

    Und hör auf, wenn du satt bist

    Falls du an Weihnachten oft über dein Hungergefühl, aus Langeweile oder Pflichtgefühl gegessen hast, hast du nun die Chance, wieder mehr in dich hineinzuhören und zu stoppen, wenn du genug hast. Dadurch bewahrst du dir ein gutes Köpergefühl und baust Vertrauen in dich auf, da du deine eigenen Grenzen respektierst. Dabei hilft etwa:

    • Nicht zu heißhungrig essen, da du sonst deine Sättigung weniger gut spürst.
    • Deine persönlichen Sättigungssignale kennenzulernen (z. B. schmeckt das Essen dann nicht mehr so gut)
    •  Ausreichend kauen (15-25 mal), sodass dein Körper genug Zeit hat, satt zu werden und du dich auch mental befriedigt fühlst

    Weitere Tipps findest du in Büchern zum Thema „Intuitiv essen“, etwa dem Klassiker von Elyse Resch und Evelyn Tribole, Moritz Warntjen oder Geneen Roth. Vergiss aber nicht: Intuitiv essen ist keine Diät und über den Hunger zu essen nicht schlimm. Du machst das alles für dich und darfst dich selbst lieben, egal, wie dein Essverhalten aussieht.

    Das waren meine Tipps, um einen kühlen Kopf zu bewahren und keine Diät zu machen! Falls ihr noch mehr habt, immer her damit. 🙂 Und ansonsten: Happy New Year und ein super Silvester! <3

  • Wie ich es endlich geschafft habe, meinen Körper zu akzeptieren

    Selbstliebe, Selbstliebe.. Irgendwie grade das Buzzword überall, oder? Und ich selbst bin auch nicht besser und tagge viele Bilder bei Instagram mit #selbstliebe, einfach, weil es auch für mich ein großes Thema ist. Was mir aber oft fehlt, sind konkrete Hinweise darauf, wie verdammt nochmal wir denn lernen sollen, uns selbst zu lieben (pardon my language). Gerade im Hinblick auf den Körper!

    Gestern Morgen unter der Dusche kam mir ein Gedanke, der mich erstmal überwältigt hat. Und zwar hat sich mein größter Wunsch für mich erfüllt – oder zumindest fast. Ihr kennt das, wenn euch jemand fragt, was die eine Sache wäre, die ihr euch wünschen würdet? Bei mir war die Antwort darauf jahrelang: Ich würde gerne aufwachen und auf einmal schlank sein. Denn die Gedanken um mein Gewicht, das Planen von Diäten, Zählen von Kalorien, Sport, das hat mein Leben bestimmt. Ich hab in der Zukunft gelebt, ständig bei den Gedanken daran, wie wunderbar und perfekt mein Leben doch sein könnte, wenn ich nur endlich schlank wäre. Ich hab ausgerechnet, was ich bei welchem Kaloriendefizit in wie kurzer Zeit abnehmen kann. Hab mir Kleider gekauft, in die ich „bald“ reinpassen würde (Fun fact: Als ich irgendwann tatsächlich abgenommen hatte, haben mir die Kleider nicht mehr gefallen). Schlank sein war mein allergrößter Traum.

    Guess what, ich hab den Traum nicht erreicht und ich habe ihn trotzdem erreicht. Denn ich wünsche es mir nicht mehr, schlank zu sein. Ich habe es geschafft, mich so wie ich jetzt bin anzunehmen – und das ist zwar dünner als zu vielen Zeiten meines Lebens, aber trotzdem nicht schlank und mit Körperteilen, die ich nicht mag oder schön finde. Tatsächlich glaube ich, so ziemlich alles an mir ist eine Problemzone und über Leute, die sagen, sie mögen ihre Knie nicht, kann ich nur herzlich lachen. 😀 Trotzdem: Ich mag mich, wie ich bin. Ich brauche nicht mehr von der glorreichen Zukunft zu träumen, ich hab sie mir selbst geschaffen, indem ich daran gearbeitet habe, mich selbst mehr zu akzeptieren.

    Wie hab ich das gemacht? Erstmal möchte ich dir dazu sagen, Selbstakzeptanz ist nichts, was du dir anlesen oder abgucken kannst. Du musst es üben! Je länger du dranbleibst, umso mehr wirst du dich nach und nach akzeptieren. Das verspreche ich dir.

    Hier kommen meine Tipps.

    Yoga und Bewegung

    Dass Yoga nachweislich zu mehr Selbstliebe führt, habe ich in diesem Artikel ausführlich beschrieben. Es beruhigt den Geist und du übst, ohne dich selbst zu verurteilen. Bewegung an und für sich sorgt für ein gutes Körpergefühl. Krafttraining ist dafür ganz toll, weil du dich dadurch physisch und mental stärker fühlst. Ganz wichtig für mich: Ohne Tracker, der Kalorienverbrauch misst! Das brauchst du nicht. Mach es für deinen Körper, weil es dir gut tut und nicht, um abzunehmen.

    Genauso wie Yoga hilft auch Meditation dabei, den Geist zu beruhigen und sich seiner eigenen negativen Gedanken besser bewusst zu werden. Über die Kräfte der Meditation haben andere schon so viel geschrieben, deshalb führe ich das hier nicht weiter aus, aber als kleiner Schubser, es doch mal zu versuchen. 🙂

    Affirmationen

    Wann immer du am Tag etwas Blödes über dich selbst denkst und der innere Kritiker zum Beispiel dein Spiegelbild verurteilt, setze ihm im Kopf oder laut eine positive Affirmation entgegen. Meine liebste Affirmation ist: „Ich bin nicht perfekt und das ist gut so!“ Versuch das mal eine Zeitlang und beobachte, wie es sich auf dich auswirkt.

    Community und Fotos teilen auf Instagram

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    Ein Foto, auf dem man meine Cellulite, meine Röllchen und meine Dehnungsstreifen bewundern kann. 😉

    Ich habe es vorher auch nicht gedacht, wie sehr es helfen kann, aber sich auf Instagram zu trauen, ein „unvorteilhaftes“ Foto zu teilen und dabei von der Community unterstützt zu werden, hilft unheimlich. Den Anstoß dazu gab mir meine „12 Tage Selbstliebe und intuitiv essen Challenge“, in der ich andere aufgefordert habe, sich selbst einen Liebesbrief an ihr ungeliebtes Körperteil zu schreiben und mehr. Ich musste selbst also auch mitziehen. 😉

    Ich weiß, dass sich manche Leute fragen, warum sich Frauen zum Geier immer ausziehen müssen und ich bin keine von denen die meint „Solange ich etwas tun will, ist es feministisch“. Nein. Aber ich denke trotzdem: Muss das sein, andere Frauen für sowas zu verurteilen oder sollten wir nicht alle respektvoller miteinander umgehen? Ich bin außerdem davon überzeugt, dass es generell gut ist, der allglatten Instawelt ganz viele nicht-normschöne Fotos entgegenzusetzen und so zum Dialog anzuregen, welche Bilder in unserer Zeit die Öffentlichkeit bestimmen.

    Diese Bücher lesen

    Ein Buch, das mir wahnsinnig die Augen geöffnet und geholfen hat, ist „Die Gaben der Unvollkommenheit. Leben aus vollem Herzen“ von Brené Brown. Brené ist Schamforscherin und Scham ist ein ganz großes Thema, wenn es um Körperakzeptanz geht. Ich wurde früher in der Schule für mein Aussehen fertig gemacht (darüber habe ich hier geschrieben) und habe mir dadurch beigebracht, dass ich anders, hässlich bin und mich verstecken muss (an dieser Stelle danke nochmal an die Arschlöcher VollidiotInnen von damals). Auch dadurch, dass wir im öffentlichen Raum nur von perfekten Körpern umgeben sind oder wiederum von Hinweisen darauf, dass wir abnehmen sollten, wenn wir keinen perfekten Körper haben, kann unsere Scham weiter genährt werden. In Brenés Buch lernen wir, dass wir aufhören dürfen, uns zu schämen und aus vollem Herzen zu leben. Es ist wunderbar und ich lege es wirklich jedem Menschen ans Herz. Brenés Website mit mehr Infos zum Buch: https://brenebrown.com/

    Das zweite Buch, das mich dieses Jahr wirklich inspiriert hat, ist „Body Kindness“ von Rebecca Scritchfield. Es ist eine Rundum-Anleitung dafür, gut zu sich selbst und seinem Körper zu sein und hat einige Ansätze darin, die mir wirklich neu waren und die ich ganz hervorragend finde! Ganz große Empfehlung dafür von mir. Rebeccas Website mit mehr Infos zum Buch: https://www.bodykindnessbook.com/

    Und wenn ihr euch informieren wollt, wie die Werbung daran interessiert ist, uns als VerbraucherInnen ein schlechtes Körpergefühl einzureden, dann schaut euch „Healthy is the new skinny. Your Guide to a Healthy Body Image in a Picture-Perfect World“ von Katie H. Willcox, worüber ich hier (Link) eine Rezension geschrieben habe.

    Sachen tun, die mir Angst machen

    Vor kurzem war ich zum ersten Mal mit meinem Freund im Urlaub in einem Haus mit Sauna. Und ich ziehe mich nicht gerne nackt vor ihm aus, weil ich mich für meine überschüssige Haut am Bauch schäme. Das war also eine ziemliche Überwindung. Trotzdem hab ich’s gemacht und es war wie erwartet so eine Befreiung! Es gibt Dinge, die ich mir jahrelang vorenthalten hab, weil ich dachte, ich bin zu dick oder zu unförmig dafür. Und damit ist jetzt Schluß – nach und nach hole ich alles nach, was ich mir jahrelang verwehrt habe.

    Nach der Sauna auf dem Steg

    Intuitiv essen

    Intuitiv essen hilft dir deshalb, weil es dich, na klar, mehr mit deiner Intuition verbindet und damit Vertrauen zu dir selbst schafft. Wenn du dir selbst vertraust und dir nichts mehr vorenthältst, lernst du, dich mehr zu mögen. Weil du merkst, dass du dich auf dich verlassen kannst. <3

    Eigenverantwortung übernehmen

    Irgendwann Anfang des Jahres habe ich einen kurzen Podcast von nur 13 Minuten gehört, der bei mir eingeschlagen hat wie eine Bombe. Es war „Wie Du 100% Eigenverantwortung übernimmst (LIVE aus dem Seminar DIE KUNST, DEIN DING ZU MACHEN)“ von Christian Bischoff. Das war der erste und tatsächlich bis jetzt auch einer der ganz wenigen Podcast-Episoden von Christian Bischoff, die ich gehört habe, weil eigentlich mag ich den nicht so besonders. 😀 Aber irgendwas hat mich dazu gebracht gerade diese Episode zu hören und ich empfehle dir, tu es auch. Sich klar zu machen, dass man selbst so viel in der Hand hat und nur ganz wenig von anderen Menschen und anderen Einflüssen abhängt, hilft ungemein, sich mehr in Kontrolle über sein Leben zu fühlen.

    Das waren die Tools, die ich übers Jahr hinweg genutzt habe, um mich und meinen Körper mehr zu akzeptieren und sogar, manchmal, manches, zu lieben. Ich hoffe, du kannst etwas daraus mitnehmen und wenn du Fragen hast, schreib mir sehr gerne. <3

  • Wie ich das nächste Jahr für meine persönliche Weiterbildung nutzen werde

    Ab diesem Oktober geht es um mich und meine persönliche Weiterbildung. Ich habe beschlossen, in mich selbst zu investieren und dafür Geld, Zeit und Hirnschmalz in die Hand zu nehmen. (Okay, im Zusammenhang mit Hirschmalz klingt das etwas eklig.. Aber ihr wisst, was ich meine. 😉 )

    Begonnen hab ich damit, dass ich ab dem 08.10 zwei Wochen lang als Karmayogi im Yoga Spirit Circle in Andalusien gearbeitet hab. Obwohl ich meinen Urlaub für dieses Jahr schon aufgebraucht hatte, habe ich dafür unbezahlten Urlaub genommen und es mir gegönnt, zwei Wochen lang täglich Yoga unter der spanischen Sonne zu machen, fantastisch zu essen und ein bisschen doch etwas mehr zu arbeiten. Als Karmayogi ist man mit dafür zuständig, dass die Gäste im Retreat sich wohlfühlen. Man macht das kleine Frühstück vor dem morgendlichen Yoga, räumt vor und nach allen anderen Mahlzeiten auf, mixt Smoothies und spült, spült, spült. 😀 Dafür darf man kostenlos wohnen, essen und (gegen einen kleinen Aufpreis) an allen Yogastunden teilnehmen. Insgesamt war das eine wunderschöne Zeit, in der ich viel über mich und das Leben gelernt hab (dazu schreibe ich noch einen extra Artikel) und in der ich vor allem wieder ganz viel Yoga gemacht habe, nachdem das die letzten Monate doch etwas sporadischer der Fall war.

    Ab morgen geht es dann weiter: Ich starte mein Yoga Teacher Traning im flow Yogastudio. Für die nächsten acht Monate werde ich an jeweils einem Wochenende im Monat lernen, wie man Yoga unterrichtet. Es war schon immer so, dass es mir unheimlich viel Spaß gemacht hat, Leuten etwas näher zu bringen, deshalb freue ich mich total aufs unterrichten. Meine Vision ist es, irgendwann Yoga und alles rund ums intuitive Essen und ein liebevolles Selbstbild zu verbinden und Workshops in diese Richtung anzubieten.

    Ab Mai 2018 startet außerdem meine Ausbildung zum Life Coach bei der Beautiful You Coaching Academy. Das ist eine Online-Ausbildung, die mir trotz der fehlenden Präsenzzeit stimmig und methodisch fundiert scheint. Eigentlich lerne ich lieber vor Ort mit direktem Input, aber mich hat kein Angebot in Deutschland so angesprochen bzw. hätte ich lange Fahrtzeiten in Kauf nehmen müssen und irgendetwas hat mich immer zurückgehalten. Nun mache ich also ein Onlinetraining und vertraue darauf, dass die Betreuung so gut sein wird, dass ich trotzdem ganz viel lerne. Nach Ende der Coachingausbildung werde ich dann (toitoitoi) im November 2018 nach Vancouver fliegen, um dort mit den anderen Coachees und den Trainern beim Inspiration Day zusammenzutreffen.

    Gleichzeitig geht es auch hinter den Kulissen für meinen Podcast weiter. Ich habe bereits ein Intro designen lassen, welches mir supergut gefällt und hatte gestern ein Fotoshooting für das Cover. Nun steht also bald alles, dass die Aufnahmen auch losgehen können. 😀
    Ich freu mich und bin total gespannt, was das kommende Jahr bringt. Schön, wenn du mich dabei begleitest! <3

     

  • 4 überzeugende Gründe, warum Yoga zu mehr Selbstliebe führt

    Von allen Bewegungsarten, die ich schon ausprobiert habe, hat mir Yoga am meisten geholfen, Selbstakzeptanz und Liebe zu fördern. Wenn man vom subjektiven Wohlgefühl mal absieht, welche überzeugenden Gründe gibt es dafür, dass Yoga praktizieren zu mehr Selbstliebe führt? Die vier Gründe, die mir am wichtigsten erscheinen, habe ich dir hier zusammengefasst. 🙂 Enjoy!

    1. Yoga ist erwiesenermaßen gut für die mentale Gesundheit und bei emotionalem Essen

    Wenn du schon mal Yoga gemacht hast, egal ob sporadisch oder regelmäßig, wirst du das Wohlgefühl, die Entspannung und die innere Ruhe kennen, die sich nach einer tollen Yogastunde einstellen. Auch wissenschaftlich sind diese Effekte auf den Körper und Geist längst bewiesen. Viele Studien zeigen, dass Yoga bei einer Vielzahl von psychischen Erkrankungen helfen kann, wie Depression, Angst- und natürlich auch Essstörungen. Auch biochemisch ist das messbar: Das Stresshormon Cortisol wird verringert und gleichzeitig das Glückshormon Serotonin vermehrt ausgeschüttet. Die Meta-Studie der Uniklinik Jena kommt deshalb zum Schluß, dass „körperorientiertes Yoga mit den zentralen Bestandteilen Asanas und Pranayama (…) einen vielversprechenden komplementären Ansatz in der Behandlung psychischer Störungen dar(stellt)“. Für dich heißt das: Auch wenn du keine ausgeprägten psychischen Probleme hast, auch bei deinen kleinen Ticks und Problemchen, die wohl jeder von uns hat, kann Yoga auf jeden Fall helfen!

    Studien zeigen auch, dass Yogapraktizierende ein besseres Körpergefühl besitzen und infolgedessen bewusster und achtsamer essen. Wie sich unser Körper fühlt, ist eng mit unserer psychischen Gesundheit verbunden. Das Wohlgefühl von Yoga wird dadurch unterstützt, dass du dich achtsamer und damit besser ernährst, weil du deine Körpersignale besser einschätzen und achten lernst. Dadurch handelst du voller Selbstachtung im Einklang mit dir selbst und deinen Bedürfnissen, was im Endeffekt zu mehr Selbstvertrauen und Liebe führt.

    Es hat sich übrigens gezeigt, dass diese positiven Wirkungen umso stärker sind, je öfter Yoga praktiziert wird. Also hopp, auf die Matte mit dir! 🙂

    2. Bei Yoga wird nicht beurteilt, wie gut du bist

    Eine Besonderheit, die Yoga für mich ausmacht, ist, dass Lehrer den Schülern immer Alternativen zu den Asanas anbieten. Es gibt keine Weltmeisterschaft in Yoga! 🙂 Es wird betont, dass alles gut so ist, wie es ist und niemand schlechter oder besser ist, nur weil er/sie stärker oder dehnbarer ist. YogalehrerInnen werden darin ausgebildet, ihre Stunden stark auf die anwesenden Menschen auszurichten und bringen dir bei, dass nicht die äußere Form, sondern die für dich die richtige Variante wichtig und richtig ist. Eine gute Yogalehrerin ermutigt die Schüler dazu, die eigenen Grenzen wahrzunehmen, zu achten und einen liebevollen Umgang mit sich selbst zu pflegen. Eine unglaubliche Erleichterung, falls du der Typ bist, der demotiviert wird, weil er etwas nicht kann! (So wie ich! :))

    Durch die fehlende Beurteilung von außen (abgesehen von gefährlichen Haltungsfehlern natürlich) lernst du mit der Zeit auch, dich selbst weniger zu verurteilen. Bei mir hat das dazu geführt, dass ich mich inzwischen in Kursen immer möglichst nah an den Spiegel setze, auch wenn ich mich bei anderen Fitness-Kursen nicht so gerne ansehe. Beim Yoga liebe ich meinen Körper, ich verurteile ihn nicht, ich bewundere ihn, dafür, wie er im Spiegel aussieht, dafür, was ich an Kraft und Dehnung aus ihm rausholen kann. Bei keinem Sport bin ich so zufrieden mit meinem Körper wie beim Yoga. Und diese Zufriedenheit trage ich immer auch ein bisschen mit nach Hause. Wenn ich danach auf mein Sofa falle, dann mag ich alle meine Rundungen und Eigenheiten, weil ich vorher gemerkt habe, wie stark und flexibel ich bin. 🙂 Und das unabhängig davon, wie ich aussehe oder was andere denken.

    3. Du nimmst dir Zeit für dich

    Sich Zeit für dich selbst und seine Bedürfnisse zu nehmen ist ein zentraler Bestandteil einer guten Selbstfürsorge und damit einer praktizierenden Selbstliebe. Wenn du Yoga machst, nimmst du dir diese Zeit für dich und dein Wohlbefinden. Deine Matte ist deine Insel, auf der du dich zurückziehen und vom Alltag abschotten kannst. Egal, was dich gerade sonst beschäftigt, wohin deine Gedanken wandern, was du tun musst, was du tun sollst… Die Zeit, die du Yoga machst gehört ganz dir alleine und ist dazu da, DICH glücklich zu machen und niemanden sonst.

    Eine niedliche Infografik zum Thema „Importance of Me-time“ findet ihr hier.

    Metime Quelle: https://www.mindbodygreen.com/0-20080/why-me-time-is-so-important-for-happiness-infographic.html%5B/caption%5D

    Besonders schön ist auch Shavasana am Ende der Stunde. Wann sonst nehmen wir uns Zeit, einfach mal ruhig auf dem Boden zu liegen, zu atmen, zu entspannen und einfach nur zu sein? Im Yoga hast du die Erlaubnis dazu. Genieß diese Zeit für dich!

    4. Du praktiziert damit Achtsamkeit und Achtsamkeit hilft dir dabei, dich selbst besser anzunehmen

    Mangelnde Selbstliebe geht meist mit Schamgefühl einher. Wir schämen uns unserer selbst, weil wir denken, etwas an uns sei nicht richtig, schlimmstenfalls leiden wir und verstecken uns.  In ihrer wunderbaren Podcastfolge „3 Schritte wie du dich von Scham befreien kannst“, geht Kira Siefert von SoulFood Journey darauf ein, dass Achtsamkeit praktizieren dazu führt, dass wir Scham und Selbstzweifel abbauen und dadurch mehr Selbstliebe entwickeln.

    Yoga ist dabei, genau wie Meditation, ein Weg, Achtsamkeit zu praktizieren. Christopher Germer, Autor des Buches „Der achtsame Weg zur Selbstliebe“ definiert Achtsamkeit folgendermaßen:

    „Achtsamkeit bedeutet zu wissen, was man erlebt, während man es erlebt, ohne es zu bewerten.“

    Während du Yoga machst, bist du (bestenfalls) ganz bei der Sache und richtest deinen Geist nur darauf. Nichts wird bewertet, alles darf sein. Durch praktizierte Achtsamkeit lernst du mit der Zeit, Schmerz, Leid und Scham in deinem Leben besser anzunehmen und zu akzeptieren, ohne dich davon überrollen zu lassen. Und irgendwann kannst du vielleicht in allem, was dir bisher an dir selbst noch nicht liebenswert scheint, sogar etwas Positives sehen! 🙂

     

    Quellen:
    Klatte, Rahel/Pabst, Simon et al.: Wirksamkeit von körperorientiertem Yoga bei psychischen Störungen. Systematische Literaturübersicht und Metaanalyse. In: Deutsches Ärzteblatt 113(12) (2016), 195-202.
    Online: https://www.aerzteblatt.de/archiv/175449

    Christopher Germer: Der achtsame Weg zur Selbstliebe. Wie man sich von destruktiven Gedanken und Gefühlen befreit, 2. überarbeitete Auflage, Freiburg 2011.

    Kira Siefert: „3 Schritte, wie du dich von Scham befreien kannst“ Podcastfolge http://www.kirasiefert.de/05-3-schritte-wie-du-dich-von-scham-befreien-kannst/

    Photo by Jared Rice on Unsplash